Wir sind kein großes Stadttheater. Bei uns gibt es keine Stars, keine Gagen und definitiv keine Garderoben mit Obstplatten.
Dafür gibt es Menschen, die tagsüber unterrichten, Kühe füttern, Nachtschichten schieben oder Enkel hüten — und abends plötzlich Könige, Ganoven oder tragische Liebhaber werden.
Wir proben monatelang in der alten Schule, diskutieren über Einsätze, vergessen Texte, finden sie wieder und bauen Bühnenbilder, die erstaunlich oft halten.
Ein Stück im Jahr. Fünf Aufführungen. Sehr viel Herzblut.
Und jedes Mal dieses Kribbeln, wenn das Licht ausgeht und es plötzlich ernst wird.
Wir spielen lieber mit einer wackeligen Kulisse als mit einer wackeligen Überzeugung.